Auf ein Wort

Wie schnell kann doch manchmal die Stimmung kippen. Da bleibt einem das Helau im Halse stecken und auch das Halleluja verstummt. Man könnte meinen, es ginge flott nach oben. Doch wir ahnen da noch nicht, wie schnell es wieder nach unten geht und wir den Boden unsanft berühren. Für Kinder mag das ein lustiges Schaukelspiel sein. Aber für uns verbirgt sich dahinter der Ernst des Lebens.
Nach jedem Rosenmontag kommt ein Aschermittwoch. Doch anders als man da singt, sind wir nicht verloren, sondern wir lassen unsere Verlorenheit hinter uns und brechen auf zum Leben.
Fastenzeit verdirbt nicht die Stimmung. Wir gehen frohgemut voran, lassen das Hinderliche zurück, befreien uns von all dem, was uns festhält. Es mag sein wie mit der Schaukel: Das was uns anscheinend niederdrückt auf der einen Seite, hebt uns auf der anderen Seite empor. Was als Verzicht von uns gefordert ist, macht uns frei, damit wir uns unseren Mitmenschen und auch Gott zuwenden können.
„Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben!“ (Dtn 30,19). Am zweiten Tag der Fastenzeit hören wir in der Lesung jedes Jahr diese beschwörenden Worte des Mose an das Volk, das im Begriff steht, in das verheißene Land einzuziehen. Das Leben liegt nicht hinter uns, sondern vor uns. Machen wir uns auf den Weg!


"Auf ein Wort" - Archiv

Auf ein Wort 20/2017
Auf ein Wort 19/2017
Auf ein Wort 18/2017
Auf ein Wort 17/2017
Auf ein Wort 16/2017
Auf ein Wort 15/2017
Auf ein Wort 14/2017
Auf ein Wort 13/2017
Auf ein Wort 12/2017
Auf ein Wort 11/2017
Auf ein Wort 10/2017
Auf ein Wort 9/2017
Auf ein Wort 8/2017
Auf ein Wort 7/2017
Auf ein Wort 6/2017
Auf ein Wort 5/2017
Auf ein Wort 4/2017
Auf ein Wort 3/2017
Auf ein Wort 2/2017
Auf ein Wort 1/2017