Auf ein Wort

Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!
Im halb zugemauerten ehemaligen Chorbogen (jetzt in der Sakristei) der Pfarrkirche St. Michael in Ehenfeld sind die 10 Jungfrauen aus dem Gleichnis Jesu zu sehen. Die einen tragen ihre becherförmigen Lampen mit der Öffnung nach oben, damit das Öl nicht ausläuft und die Flamme erlischt. Die anderen, herausgeputzt mit aufwendigem Kopfschmuck, tragen sie mit der Öffnung nach unten, sodass eindeutig zu erkennen ist: Sie haben kein Öl. Die Lampen brennen nicht. Und so tritt ihnen der Engel mit dem Schwert in der Hand entgegen und verwehrt ihnen den Zugang zum Bräutigam Jesus.
Das Gleichnis braucht keine gelehrte Deutung. Jeder kann es verstehen. Es geht um unser Christsein hier und jetzt. Die Flamme ist uns in der Taufe übergeben worden. In der Firmung ist uns das Feuer des Heiligen Geistes geschenkt worden. Doch die Flamme erlischt, das Feuer geht aus, wenn es in meinem Herzen keine Nahrung, kein „Öl“ findet. Leben wir unser Christsein mit Feuereifer oder nur mit Sparflamme?
„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“, sagte Augustinus schon vor 1600 Jahren. (GL 411)

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